Findling mit Inschrift
Wer entdeckt den Findling mit Aufschrift "Zum stillen Gedenken"?
GeoTour Dobel
Geologie & Landschaft
An der Südwestecke des Grillplatzes steht ein Gedenkstein aus dem Zweiten Weltkrieg.
Warum steht hier ein solcher Gedenkstein?
Der Gedenkstein erinnert an die letzten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs im Raum Dobel. Es ist der 11. April 1945: In einem erbeuteten US-Jeep fahrende deutsche Soldaten stoßen in der Nähe des Dreimarksteins auf die mit US-amerikanischen Sherman-Panzern verstärkte 4. Kompanie des 1. Fallschirmjäger-„Choc“- Bataillons, einer französischen Kommando-Elitetruppe. Als sie die deutschen Soldaten erkennen, schießen die Franzosen sofort auf die von ihrem Jeep abspringenden Insassen.
Es sind dies: Konrad Ruopp, ein unbekannter Soldat mit der Erkennungsmarke A 4133, Paul Griasch, Walter Häussler und der aus dem Elsaß stammende Georg Balmer. Die fünf Soldaten wurden am 12.4.1945 aufgefunden, einen Tag später hier bestattet und später umgebettet. „Unglücklich ist das Land, das Helden nötig hat“ (Bertolt Brecht).
Aus welchem Gestein besteht der Findling?
Kleine im Sandstein eingeschlossene Quarzgerölle 2 unterhalb der Inschrift belegen: Es ist ein Geröllsandstein.
Warum heißt der Stein „Dreimarkstein“?
In der Nähe von hier grenzen gleich drei Gemarkungen aneinander: Dobel, Dennach (heute Stadt Neuenbürg) und Feldrennach (heute Gemeinde Straubenhardt). Allerdings ist dieser Stein ein historischer Wegzeiger für wichtigere Fahrstraßen und kein echter Grenzstein. Dieser stand etwa 400 m nördlich von hier und ist leider verschollen.
Welche Funktion hat dieser Stein?
Der Stein ist ein forstlicher Hinweisstein auf die hier beginnende Waldabteilung Nr. 33 „Leimenloch“.
Was ist ein Leimenloch?
„Leimen“ bedeutet Lehm, ein Loch ist eine Grube, also eine Lehmgrube.
Was ist Lehm?
Lehm bedeutet im Volksmund tonreiches Material.
Wozu wurde der Lehm benötigt?
Vor allem die Häfner (Hersteller von Gebrauchskeramik aus Ton) benötigten tonreiches Material, um daraus Gefäße aller Art herstellen zu können. Aber auch Ziegelsteine wurden aus tonreichem Material gebrannt.
Und schließlich wurden die Gefache von Fachwerkhäusern mit einer Mischung aus Lehm und Stroh ausgefüllt.
Warum gibt es hier Lehm?
Das tonreiche Material stammt aus Tonsteinen. Sie sind immer wieder mal zwischen fast allen Sandsteinen der Buntsandstein-Formation zu finden, kommen aber vor allem in der Plattensandstein-Formation vor. Ihre Verwitterungsreste rutschten am Ende der letzten Kaltzeit im Auftauboden über dem noch gefrorenen Permafrost hierher (Station 11).
Welche Zeigerpflanze weist auf tonreiches Material hin?
Es ist der bereits im Vorfrühling blühende Huflattich 4 (Tussilago farfara). Seine Blätter kommen erst, nachdem seine Blüte schon wieder verschwunden ist. Der lateinische Name dieser Heilpflanze weist auf ihre wohltuenden Wirkungen bei Husten hin.
Die Landesstraße L 340 queren. Dann dem nach rechts abzweigenden, mit einer roten Raute markierten „Hüttwaldweg“ auf einem der berühmtesten Schwarzwald- Wanderwege circa 850 Meter in Richtung „Großer Volzemer Stein“ bis zu einer Schutzhütte folgen.
Ein grasiger Waldweg führt rechts an der Hütte vorbei. Diesem als Abstecher bis zu einer langgezogenen Linkskurve folgen.
Findling mit Inschrift
Wer entdeckt den Findling mit Aufschrift "Zum stillen Gedenken"?
Dreimarkstein
Wer entdeckt den "Dreimarkstein"?
"Leimenloch"-Stein
Wer entdeckt den Stein mit der Beschriftung "Leimenloch"?
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