Der Gedenkstein erinnert an die ehemalige Synagoge.

Breisach am Rhein

Sehenswürdigkeiten

Synagogenplatz

Synagogenplatz, 79206 Breisach

Die Synagoge um 1927.
Innenaufnahme der Synagoge um 1927.

An diesem Ort stand bis November 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Breisach. Das 1804 errichtete Gebäude mit angebauter Mikwe ersetzte eine frühere Synagoge von 1710, die 1793 bei einem Stadtbrand zerstört worden war. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die jüdische Gemeinde ihre Blütezeit. Breisach war Sitz des Bezirksrabbinats.

Hinter der Synagoge befand sich der jüdische Friedhof, der 1757 angelegt wurde. Später entstand ein neuer Friedhof am Isenberg.

Am frühen Morgen des 10. November 1938 (Pogromtage) wurde die Synagoge von örtlichen Nationalsozialisten verwüstet, in Brand gesetzt und anschließend abgerissen. Das religiöse und gemeinschaftliche Leben der verbliebenen jüdischen Gemeinde verlagerte sich danach in das nahe gelegene Gemeindehaus, heute die Gedenkstätte Blaues Haus, wo bis zur Deportation der badischen Jüdinnen und Juden im Oktober 1940 ein heimlicher Betraum bestand.

Auf Initiative des aus Breisach stammenden Walter Breisacher entstand 1958 hier auf dem Platz ein Mahnmal. Die heutige Anlage wurde 1998 neugestaltet: Die Umrisse der Synagoge sind im Boden nachgezeichnet. Das Mahnmal zeigt einen symbolischen Toraschrein mit Torarollen und Gesetzestafeln. Eine Menora ist in das Pflaster eingelassen.

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