Startpunkt Parkplatz Bahnhof Frauenalb © TourComm

GeoTour Marxzell

Historische Bauwerke

1: Die Alb und ihre Kurven

Herrenalber Straße 2, 76359 Marxzell

01 Start
Wegweiser © TourComm
Albbrücke © TourComm
Bedeckte Steine © Andreas Megerle
3: Blauflügel-Prachtlibelle © Andreas Megerle
Wasseramsel © CC-BY-SA, Herwig Winter

Wer entdeckt die Brücke über die Alb, wer die Nepomuk-Statue (1)?

Aus welchem Grund steht ausgerechnet hier eine Statue des heiligen Nepomuk?

Der heilige Nepomuk ist im katholischen Glauben u.a. für den Schutz von Furten und Brücken sowie für die Flößerei zuständig. Dem zwischen der Inschrift „F A“ (wohl für „Frauenalb“) und der Jahreszahl „1725“ angebrachten Wappen der Äbtissin Gertrude von Ichtratzheim, einer der wichtigsten Frauenalber „Staatschefinnen“, werden aufmerksame Geo-Wanderer noch öfters begegnen …

Aus welchem Gestein ist die Statue gemacht?

Es ist ein roter Sandstein ohne jede Einschlüsse, also Badischer Bausandstein bester Qualität!

Ein Blick von der Brücke der Alb. Welche Bedeutung haben die Steine im Wasser 2 für die Lebewesen?

Sie bieten Schutz für viele Tierarten wie die Larven der im Sommer hier fliegenden Prachtlibellen, auch Seejungfern genannt. Ein wahres Kunstwerk sind die Flügel des Männchens der Blauflügel-Prachtlibelle 3 (Calopteryx virgo). Wo sie fliegt, sind die Bäche naturnah und sauber.

Mit weißem Vogelkot bedeckte Steine (2) über dem Wasserspiegel sind Rastplätze von Wasseramsel (4) (Cinclus cinclus) und Gebirgsstelze (Motacilla cinerea). Auch der Eisvogel (Alcedo atthis) kommt hier immer mal wieder zu Besuch!

Warum macht die Alb bei Frauenalb einen Schlenker und wird fast auf die andere Talseite gedrängt? Und was hat das mit der Lage der Klosteranlage zu tun?

Auch die kleine Steigung der Fahrstraße links vom Gasthof „König von Preußen“ beweist: Das Kloster Frauenalb wurde auf einem Schwemmkegel gebaut. Dieser Schwemmkegel entstand durch Abschwemmungen von durchweichtem Boden mit Steinen im Tälchen oberhalb des Klosters nach starken Niederschlägen. Der dadurch in Bewegung geratene „Bodenbrei“ floss hangabwärts und drückte den Lauf der Alb mit der Zeit von dieser Talseite weg. Dadurch bildete sich an dieser Stelle die Doppelkurve des Flusses.

Viele Schwarzwaldorte wie hier das Kloster Frauenalb wurden auf solchen Schwemmkegeln gebaut, da diese einen meist hochwassersicheren Standort darstellen. Ein Beispiel dafür ist auch das Kloster Herrenalb (Schwemmkegel des Gaisbachs). Allerdings gibt es im Fall von Frauenalb auch ein Geo-Risiko (Station 3).

Dem Wanderweg weiter in Richtung „Kloster Frauenalb“ folgen. Gegenüber dem Gasthof „König von Preußen“ links auf einen kleinen Pfad zum Klostertor abbiegen.

Aufgrund von Steinschlaggefahr ist das innere der Klosterruine nicht zugänglich. Der Straße hangaufwärts an der Klosterruine vorbei folgen bis zum westlichen Haupteingang.

Spannende Fakten

Brücke Alb und Nepomuk-Statue

Wer entdeckt die Brücke über die Alb, wer die Nepomuk-Statue?

© Andreas Megerle

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