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Gastfreundschaft am Kaiserstuhl

Endingen

Baden-Württemberg | 9.117 Einwohner

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Königschaffhauser Tor
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Blick über Endingen am Kaiserstuhl.
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Der historische Marktplatz von Endingen.

Willkommen in Endingen

Endingens historische Altstadt mit ihren romantischen Winkeln und Plätzen, mit Stadttor und Brunnen, ist Geschichte zum Erleben. Das besondere Flair im Zentrum, der weitgehend im 16., 17. und 18. Jh. gestalteten Bebauung, prägen belebendes Fachwerk, wuchtige Barockbauten mit Mittelrisalit und Rundbögen und verspielte Formen des Rokoko.

Geschichtliches

Die Stadt Endingen geht zurück auf zwei nahe beieinander gelegene alemannische Siedlungen, die bei den beiden Kirchen St. Peter und St. Martin anzunehmen sind. Die untere Siedlung wurde 862 in einer karolingischen Schenkungsurkunde erwähnt; dieser Besitz ging später an das Kloster Andlau im Elsaß. Die obere wird erstmals 969 in einer ottonischen Schenkung an das Kloster Einsiedeln genannt. Über Ihre Stellung als Klostervögte erlangten die Üsenberger die Ortsherrschaft. 1285/86 erhoben sie Endingen zur Stadt.

War der Ort bis dahin vermutlich von einer hölzernen Palisade umgeben, so wird nun eine steinerne Stadtmauer errichtet. 1317 wird das thor gegen Schafhusen genannt, 1318 ein Markt, 1319 die Mauer, erstmals 1458 der Graben. 1379 starben die Üsenberger in der männlichen Linie aus und Endingen kam in der Folgezeit unter Habsburger Herrschaft. Das Wappen der Stadt kombiniert den Flügel der Üsenberger mit dem Habsburger Bindeschild. Unter Hinweis auf von Juden hier vergossenes Christenblut bestätigt Kaiser Maximilian 1517 Endingen das Privileg, keine Juden in Stadt und Bann aufnehmen zu müssen.

1806 kam die Stadt zum Großherzogtum Baden. 1842/43 führte der Endinger Alexander Benitz eine Gruppe von fast 400 Auswanderern nach Venezuela, wo sie die bis heute bestehende Colonia Tovar gründeten. Endingen war bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein hauptsächlich von Landwirtschaft und Weinbau lebendes Landstädtchen. 1847 siedelte sich mit der Lederfabrik Loesch der erste und lange Zeit einzige Industriebetrieb an. 1894 eröffnete Großherzog Friedrich die Kaiserstuhlbahn. 1908 wurde die evangelische Kirche – nördlich der Stadtmauer – gebaut. In diese Zeit fiel auch die Wohnbebaung in diesem Bereich (Rempartstraße). Das in den 1930er Jahren angefangene Neubaugebiet Bühle im Westen wurde nach dem Krieg stark erweitert.

In den 1960er Jahren wurde das Neubaugebiet Niederdorf nördlich der Bahnlinie bebaut. In den 1970er Jahren wurde systematisch ein Industriegebiet ausgewiesen und seither ständig erweitert. In den 2000er Jahren kam das Neubaugebiet Wilhelmskapelle im Norden, in den 2010er die Baugebiete Königschaffhauser Straße im Westen und Kenzinger Pfad im Nordenosten hinzu.

Stadtrundgang Endingen

Stationen: 12 + 1 Abstecher
Länge: ca. 2 km (ohne Abstecher)
Dauer: ca. 1 Stunde (ohne Abstecher)

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