Das Postelheim in Heide. © Schwender / Stadt Heide

Heide

Sehenswürdigkeiten

Postelheim

Markt 29, 25746 Heide

Postelheim Heide

Überblick:

Das direkt am Markt gelegene repräsentative Wohnhaus in Anlehnung an den Stil der italienischen Renaissance hat eine wechselvolle Geschichte. 1893 gab die Bauherrin Wilhelmine Postel (1844 – 1933) den Bau bei dem Architekten Oskar Knölk in Auftrag. Durch den gründerzeitlichen Bau wurde die Gesamtwirkung des Stadtbildes, das in einheitlicher Bebauung rund um den Marktplatz bestand, zu Gunsten einer individuellen Präsentation aufgegeben. Diese Entwicklung schritt mitunter dadurch voran, dass wohlhabende und vornehme Bürger zu dieser Zeit zunehmend ihre auf Repräsentation angelegten Wohnhäuser wieder im Zentrum und nicht am Ortsrand ansiedelten.

Dank ihres geerbten Vermögens konnte Wilhelmine Postel sich das Haus nach ihren Vorstellungen bauen lassen. Sie führte in Heide ein kultiviertes Leben mit festlichen Gesellschaften. Daneben setzte sie sich aber auch für Bedürftige ein, was wiederholte Eintragungen des Namens Postel in den Chroniken der Stadt Heide im Zusammenhang mit Zuwendungen und Spenden belegen.

1933 vermachte sie Haus und Grundstück der Stadt Heide und hielt in ihrem Testament den Namen „Postelheim“ für das Haus fest. Weiter heißt es dort, die Stadt Heide dürfe das Grundstück nicht verkaufen, das untere Stockwerk sei hauptsächlich für Sitzungen, Versammlungen, Vorträge und kleine Festlichkeiten zu benutzen. Andere Räume seien als Wohnung des Bürgermeisters oder eines anderen städtischen Beamten zu verwenden. Auf keinen Fall solle das Haus für politische Versammlungen oder sonstige politische Zwecke genutzt werden. Im ehemaligen Garten des Hauses wurde später das Rathaus und das ehemalige Versorgungsamt errichtet.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war ein Teil der Stadtverwaltung in diesem Gebäude untergebracht. Danach nahm hier die britische Militärregierung ihren Sitz, bevor die Stadtverwaltung wieder in das Haus zog und dort bis zum Bau des neuen Rathauses 1963 blieb. Ein Jahr später bezog dann die Volkshochschule Räume im Erd- und Kellergeschoss, während im ersten Stock die Stadtbücherei vier Räume zugewiesen bekam. Ebenso bezog die Mütterschule einige Räume. Heute ist im kompletten Gebäude die VHS untergebracht.

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